natürlich macht integrierte Versorgung Sinn für Pflege. Wir Pflegekräfte machen doch schon seit Jahren Casemanagement und sorgen auch für Dinge und Versorgungen, die eigentlich außerhalb unserer Zuständigkeit liegen. Wenn wir das in einen Versorgungsvertrag münden lassen können, der uns auch die Möglichkeit gibt dies zu finanzieren, sollte es keinen Grund geben uns nicht an integrierter Versorgung zu beteiligen. Zum anderen können über IV-Verträge auch praeventive Versorgungen vorgenommen werden, die jetzt zur Zeit keinerlei finanzielle Vergütung vorsieht.
Hallo
Integrierte Versorgung ist auch für die Pflege super spannend - Überleitungsmanagment nach NES + Patientenedukation sind vorallem in der integrierten Versorgung von besonderer Bedeutung. Dass es im Moment noch so wenig IV-Verträge unter (partnerschaftlicher) Beteiligung der Pflege gibt, wird sich hoffentlich auch im Zuge der Diskussion zur Neuordnung der Aufgaben im Gesundheitswesen verändern. Beteiligst Du Dich schon in einem Gremium an der Diskussion zur Neustrukturierung der Aufgaben für die Pflege? Diese Chance sollten wir nicht verpassen.
Es gibt in Hamburg einen ersten Ansatz. En IV-Vertrag wird gerde verhandelt, an dem Pflege federführend beteiligt ist. Auch die Leistungen aus dem SGB XI Bereich werden mit einfließen und das Management wird auch eine Pflegekraft mitgestalten. Hier bieten sich richtig neue Ansätze. Spannend ist zu sehen, dass für solche Aufgaben wahrscheinlich neue Ausbildungen oder Weiterbildungen für Pflegekräfte notwendig werden, da diese Anforderungen ansonsten kaum erfüllt werden können.
Habe in Berlin auf dem DGfW Kongress ein super IV Projekt gesehn, wo Arzt, Pfege, Podologe und Lymphterepeuth/Physio. interdisziplinär zusammenarbeiten. Gewinner sind alle Parteien gewesen, nur leider gibt es auch Verträge wo die Gewinner Krankenkassen und HomeCare Unternehmen sind.